FASZIENTRAINING

Die Forschungen haben gezeigt, dass schmerzhafte Überlastungsschäden aus Alltag, Beruf und Sport vorrangig auf ein Versagen der Faszienfunktion zurückzuführen sind, nicht wie bisher angenommen, auf Schäden an Muskeln, Gelenken und Bandscheiben.

Die Faszien bestehen aus Bindegewebe.
Sie umhüllen und verbinden alle Organsysteme im Organismus, wie ein netzartiges Schlauchsystem.
Wie elastische Gummibänder verleihen die Faszien dem Körper Elastizität und Federfunktion.
Erst maximal dehnfähige Faszien ermöglichen maximale Beweglichkeit und maximale Kraftentfaltung.

Was wird beim Faszientraining gemacht?

Nach einer individuellen Befundaufnahme und Bewegungsanalyse wählen wir Übungen aus, die auf Ihre persönlichen Beschwerden, Voraussetzungen und Ziele abgestimmt sind. Dabei werden Bewegungen eingesetzt, die gleichzeitig dehnen und kräftigen. Berücksichtigt werden nicht nur einzelne Muskelgruppen, sondern ganze Muskel- und Bewegungsketten, wie sie auch im Alltag zusammenarbeiten.

Faszientraining kann in jedem Alter durchgeführt werden und lässt sich auch zu Hause mit oder ohne Hilfsmittel fortsetzen. Für den Therapieerfolg ist es entscheidend, dass Krafteinsatz, Bewegungsumfang und Tempo korrekt dosiert und auf die jeweilige Belastbarkeit abgestimmt sind.

Ziele des Faszientrainings

Faszientraining kann unter anderem dazu beitragen:

  • Schmerzen zu lindern
  • die Beweglichkeit zu verbessern
  • die Federfunktion des Körpers zu fördern
  • die Beschleunigungs- und Kraftentfaltung zu unterstützen
  • die Belastbarkeit in Alltag, Beruf und Sport zu erhöhen

Wann ist Faszientraining sinnvoll?

Faszientraining eignet sich bei verschiedenen Beschwerden und Belastungssituationen, insbesondere wenn Beweglichkeit, Elastizität und Belastbarkeit eingeschränkt sind.

Typische Anwendungsbereiche sind:

  • Narben nach Verletzungen, Operationen oder Entzündungen
  • Fehlhaltungen
  • Überlastungen in Beruf, Sport und Alltag
  • verminderte Belastbarkeit im zunehmenden Alter
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