BRÜGGER THERAPIE
Der Neurologe Dr. med. Alois Brügger erkannte die Fehlbelastung von Wirbelsäule und Extremitätengelenken als wesentliche Ursache für Schmerzen im Bewegungsapparat.
Bei Fehl- bzw. Überlastung wird reflektorisch ein Schutzmechanismus im Körper ausgelöst.
Zum Schutz von Gewebestrukturen werden Bewegungen vermieden, die im gesunden Organismus physiologisch sind. So entsteht ein Teufelskreis: immer weniger Beweglichkeit, immer mehr Schmerz.
Was wird in der Brügger-Therapie gemacht?
Nach schmerzlindernden Maßnahmen lernen Patientinnen und Patienten, Alltagshaltungen und Alltagsbewegungen bewusster und ökonomischer auszuführen. Ziel ist es, Fehlbelastungen zu reduzieren und den Körper im Alltag besser auszurichten. Dabei spielen Haltungsschulung, Bewegungswahrnehmung und funktionelle Korrekturen eine zentrale Rolle.
Ergänzend wird ein individuelles Eigentraining erarbeitet, zum Beispiel mit dem Theraband, um Kraft, Stabilität und koordinierte Muskelspannung gezielt zu verbessern. So kann das im Alltag Gelernte aktiv unterstützt und langfristig gefestigt werden.
Ziele der Brügger-Therapie
Die Brügger-Therapie kann unter anderem dazu beitragen:
- Schmerzen zu lindern
- eine entspannte und aufgerichtete Haltung der Wirbelsäule zu fördern
- Fehlbelastungen im Alltag zu reduzieren
- die achsengerechte Ausrichtung der Extremitätengelenke zu verbessern
- Kraft und koordinierte Muskelspannung zu fördern
- Bewegungen ökonomischer und gelenkschonender zu gestalten
Wann ist Brügger-Therapie sinnvoll?
Die Brügger-Therapie ist besonders sinnvoll bei Beschwerden, die mit Fehlhaltungen, Überlastungen und schmerzbedingten Schonmustern zusammenhängen. Sie eignet sich vor allem dann, wenn Haltung und Bewegungsverhalten im Alltag eine wichtige Rolle für die Beschwerden spielen.
Typische Anwendungsbereiche sind zum Beispiel:
- Schulter- und Nackenschmerzen
- Rückenschmerzen
- ausstrahlende Schmerzen in Arm oder Bein
- Gelenkschmerzen
- Beschwerden bei Fehl- und Überlastung
- funktionelle Beschwerden des Bewegungsapparates
